Plastikkarte – die richtige Entwertung und Entsorgung

Posted by on August 19, 2015 . 0 Comments.

Die Kreditkarte ist mal wieder abgelaufen und die Bank schickte bereits eine neue. Das Fitnessstudio verschickt neue Mitgliedskarten oder gehören sie noch zu den Personen die Telefonkarten gesammelt haben und diese nun entsorgen wollen? Kein Problem für den täglichen Benutzer – einfach die Plastikkarte im Portemonnaie ausgetauschen und schon kann mit der neuen Karte bezahlt werden oder das Fitnessstudio wieder besucht werden. Aber was passiert mit der alten Plastikkarten? Ist sie automatisch ungültig und kann einfach weggeworfen werden? Vorsicht: Wer seine alten Plastikkarten nicht richtig entwertet und entsorgt, der riskiert den Missbrauch seiner Daten und Eigentum.

 

Mythen und Unsinn rund um den Plastikkarten-Müll

„Ich habe mal gehört, man soll die Karten in eine Mikrowelle stecken, das mache den Chip unbrauchbar“, fragt eine unsichere Userin im Internet nach, die ihre alte Kreditkarte entsorgen möchte. Und auch wenn so mancher darüber lachen mag, es gibt zahlreiche Mythen, die sich um die Entwertung und Entsorgung der Plastikkarte ranken. So wird unter anderem im World Wide Web auch empfohlen, den Magnetstreifen über einen Magneten zu ziehen, um die Daten darauf zu löschen. Andere raten, die Karten einfach lange neben dem Handy aufzubewahren. Wasser über den Chip schütten, ist ebenfalls ein beliebter Ratschlag. Doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie sollten besser nicht ausprobiert werden! Gerade wer seine Küche nicht mit verbranntem Plastikgeruch schwängern und die Mikrowelle mittels der elektrischen Entladungen unbrauchbar machen will, sollte diese Ratschläge meiden. Die richtige Entsorgung von Plastikkarten geht weitaus einfacher.

 

Entwertung und Entsorgung der Plastikkarte: so geht es richtig

Es ist schon richtig, dass die Karte nicht mehr funktionsfähig sein sollte, bevor sie in den Müll wandert. Das geschieht jedoch bereits, wenn Magnetstreifen und Chip zerstört werden. Die einfachste Lösung: eine Schere. Die Karte sollte mit einer scharfen Schere mehrfach durchgeschnitten werden, dass der Magnetstreifen zertrennt wird und auch der Chip in mehrere Teile fällt. Das gilt für alle Karten. Wer immer noch ein schlechtes Gefühl hat, die Karte einfach so in die Mülleimer zu werfen, kann sie dem Anbieter – zum Beispiel der Bank – zurückschicken. Dann ist sichergestellt, dass mit ihr kein Missbrauch mehr geschehen kann. Auch können die Einzelteile auf mehrere Tonnen oder Entsorgungstage verteilt werden. Um bei einer Kreditkarte im Mülleimer sicherzugehen, sollte auch die Prüfnummer auf der Rückseite unkenntlich gemacht werden. Denn diese wird oft bei Interaktionen im Internet gebraucht, die die reale Karte selbst gar benötigen. Wer einen zur Verfügung hat, sollte den Aktenvernichter für die Plastikkarte nutzen. Hier gibt es oft Schredderfächer für CDs, Karten und Co. Die Entwertung von Führerschein und Personalausweis übernimmt die Behörde. Hier werden die Online-Ausweisfunktionen ausgeschaltet, der Chip gelocht und der Magnetstreifen durchgeschnitten.

 

Recycling: In den richtigen Müll

Ist die abgelaufene Plastikkarte zerschnitten, bleibt nur noch die Frage, in welche Mülltonne 

sie kommt. Gelbe Tonne – sie ist ja aus Plastik? Müllexperten empfehlen jedoch, die Karte im Restmüll zu entsorgen, da hier weitere Materialien verwendet wurden. Eine umweltfreundliche Alternative hat sich der Musiksender MTV Brasil ausgedacht. Er hat in verschiedenen Clubs Automaten aufgestellt, die aus der nicht mehr funktionierenden Karte Plektren stanzen. So kann die alte Kreditkarte weiter verwendet werden – als Freude beim Musizieren. Nachahmung weltweit empfohlen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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